Sequenz 8 Erinnerung 1: Das Abstergo-Event

Animus wird initialisiert, Erinnerungen werden geladen und stabilisiert. Parameter: 07.11.2014, 17 Uhr in Berlin. Abstergo Deutschland HQ. 

Wir haben uns bewusst dazu entschieden, die folgenden Informationen so lange wie möglich geheim zu halten. Grund dafür ist die neue HELIX-Technologie, mit der Sie von Zuhause aus bestimmte Erinnerungen nacherleben können. Um Ihnen diese neue Technologie besser veranschaulichen zu können, nutzen wir die nun gewonnen Erinnerungen von Shirakawa und DeCeBel.

Mit dem Lesen dieser Zeilen stimmen Sie automatisch der Geheimhaltungsklausel zu. Wir wünschen viel Spaß mit HELIX! Die Geschichte ist unser Spielplatz! - Laura Carter, Senior Marketing Manager HELIX, Abstergo Industries

Berlin, 07.11.2014..

Abstergo Entertainment hat uns ins Deutschland HQ nach Berlin eingeladen, um der Präsentation ihrer neusten Produktlinie beizuwohnen. Wir erhielten einen Einblick in die neue Helix-Technologie, die die Animus-Technologie ablöst und die Technik direkt in die Wohnzimmer der Kunden hievt. Zudem wurden wir Teil der Intrigen des Konzerns, ohne es zu wissen. Nun kennen wir die Wahrheit und wir sind gewillt diese ans Licht zu bringen. Die Geschichte ist zwar der Spielplatz von Abstergo, doch die Wahrheit ist der unsere!

Kaum hatten wir das Hauptquartiert betreten, da wurden wir bereits sehnlichst von Abstergo Mitarbeitern erwartet. Nach einem Sicherheitscheck ging es auch schon in die heiligen Hallen des Konzerns. Wie es sich für Abstergo gehört, wurden wir mit einem Abstergo-Kuchen begrüßt. Generell fehlte es uns an nichts, denn für Snacks und Getränke wurde reichlich gesorgt. Bevor uns der CEO höchstpersönlich empfing, nutzten wir die Gelegenheit, um die neuen Produkte anzutesten. Paris war dabei unser erstes Ziel. Ohne Vorwarnung wurden wir in eine bereits laufende Koop-Mission hineingeworfen. Doch eines wurde schnell klar: Assassin's Creed Unity ist definitiv eine Revolution der Marke. Die Grafik ist grandios, auch wenn es noch merklich Tearing vorlag und es gelegentlich zu kleineren Rucklern bei Menschenaufläufen vor der Notre Dame kam. Abgesehen davon erwartet uns mit Assassin's Creed Unity ein von Grund auf überarbeitetes Spiel. Unity setzt sowohl auf ein komplett überarbeitetes Kampf-System, als auch auf ein neues Navigations-System. Das sorgte anfangs für Frust und der allbeliebten Desynchronisation.

Dann wurden wir gebeten uns in dem Raum nebenan zur Pressekonferenz einzufinden.

»Die Vergangenheit ist nicht verloren. Die Vergangenheit lebt in uns. Dank der überwältigenden Vorstellungskraft und der endlosen Bemühungen unserer Top-Kreativen und Ingenieure haben wir bei Abstergo Entertainment ein Fenster in die Vergangenheit geöffnet.«

Mit diesen Worten begann der CEO von Abstergo Entertainment Deutschland in Kooperation mit Ubisoft Entertainment die Pressekonferenz zu Ehren der neuen Helix-Technologie. Production Manager Olivier Ged betrat kurz danach das Podium und übernahm die Präsentation von Unity. Er begann mit den Grundwerten von Assassin's Creed (Navigation, Stealth und Kampf) und zeigte, wie diese mit Unity überarbeitet wurden. Dann ging er zum Koop-Modus über und zeigte uns zur Veranschaulichung der Problematik einen uns bereits bekannten Trailer. 

Anschließend ging er kurz auf den historischen Hintergrund ein, der durch diesen Trailer erzählt wurde.

Zum Schluss ging Olivier auf die größe der Welt ein, die sich Vergleich zu ACIV über die gesamte Landmasse des Vorgängers erstreckt. Rom und Konstantinopel fallen dagegen überschaubar klein aus. Anhand der Karte zeigte er uns auch Möglichkeiten abseits der Haupthandlung unterhalten zu werden. Dazu holte er sich digitale Hilfe vom Alex Amancio, durch folgendes Video.

»Eine Medaille hat immer zwei Seiten. Bisher haben wir mit den AC-Teilen nur die eine Seite gesehen, doch es gibt auch noch eine andere Seite.«

Mit diesen Worten übernahm der Creative Director von Assassin's Creed Rogue, Spass Kroushkov, das Mikro. Er sprach über die beiden Versionen von Shay, dem Hauptprotagonisten des Spiels. Einerseits der junge Assassine und andererseits der alte, erfahrene Abtrünnige, der die wahren Absichten der Assassinen erkannt hat und nicht dulden möchte. Er betont zudem, dass Shay weder ein Schurke noch ein Held ist. Er kämpft für seine Ziele, seine Ansichten. Demnach wären wir alle Schurken. Dann zeigte er uns, welche bekannten Gesichter wir in Rogue wiedersehen werden. Darunter ein jüngerer Achilles, Haytham Kenway, der Lieblings-Templer der Community, Benjamin Franklin, als unser persönlicher Da Vinci, und natürlich Adéwalé, welcher eins mit Edward Kenway segelte. Dann präsentierte Spass stolz, wie groß die Welt von Rogue ist. Alleine das River Valley ist bereits größer als die Landmasse des Vorgängers, Assassin's Creed 4: Black Flag, und kann somit auch mit der Größe von Unity mithalten. Innerhalb des Valleys gibt es keine Ladezeiten, jedoch umso mehr zu entdecken. An nahezu jeder Ecke erwarten uns kleine Siedlungen, das ein oder andere Fort oder Höhlen, die es zu entdecken gilt. Hinzukommt noch ein jüngeres New York, welches dieses Mal nicht zum größten Teil abgebrannt ist, und der Nordatlantik natürlich.

Da die neuesten Produkte präsentiert wurden, übernahm Christian Kreutz wieder das Wort und enthüllte uns die wahren Absichten von Abstergo. Wir sind bereits alle Teil des Plans. Richtig gelesen, wir wurden benutzt ohne unser Wissen. Doch es soll noch schlimmer kommen. Ihr seid ebenfalls Teil des Plans. Während wir uns im Animus vergnügten, sammelte Abstergo wichtige Daten zur Aufspürung wertvoller Artefakte der ersten Zivilisation. Das Ganze läuft unter dem Deckmantel des Phoenix Projektes. Abstergo geht es nicht um zufriedene Kunden, korrektes historisches Wissen, sondern um Macht, Einfluss und mit dem Phoenix Projekt möchte man das erreichen. Wir alle sind Teil davon.

Angeknüpft an die Pressekonferenz gab uns der CEO die Möglichkeit, Fragen direkt an die Entwickler zu stellen und ließ gleichzeitig eine weitere bisher verschlossene Tür der Event-Location öffnen. Darin konnten wir in unseren ganz persönlichen Animus steigen. Wir konnten alle bisher veröffentlichten AC-Teile nochmal Revue passieren lassen, erschienene Bücher, Comics und Enzyklopädie querlesen und schöne Artworks sowie Figuren bestaunen.

Es gelang uns, den wichtigsten Teil des Interviews für diesen Bericht aufzuarbeiten:

Frage: Gibt es Hoffnung, dass Desmond noch lebt?
Antwort von James Nadiger: Nein, Desmond ist tot.

Frage: Wie sieht es mit der DNA von Desmond aus? Können wir dadurch in die Haut von weiteren Desmond-Vorfahren schlüpfen?
Antwort von James Nadiger: Desmond ist immer noch tot. Das wird sich auch mit weiteren, anders formulierten Fragen nicht ändern.

Frage: Wisst ihr wo Assassin's Creed in 10 Jahren steht?
Antwort von Oliver Ged: Ganz ehrlich? Nein.

Relevante Gedächtnisabschnitte von Subjekt Shirakawa werden geladen.
Erinnerung wird stabilisiert.  

Ein Event, der Einzelspieler von Unity und Shirakawa

Der weite Blick

Wie groß Assassin's Creed Unity ist, kann man in den ersten Stunden nur erahnen. Selbst Rom aus Assassin's Creed Brotherhood verschluckt noch nichtmal ein Drittel der gesamten Fläche von Paris. Paris erstreckt sich über die gesamte Landmasse von Assassin's Creed 4: Black Flag und ist somit die größte bisher dargestellte Stadt in einem Assassin's Creed. Die Größenverhältnisse der Gebäude zum Spieler sind enorm, noch höher und breiter als beispielsweise In Jerusalem oder Konstantinopel. Ja, man fühlt sich nun tatsächlich als wäre man in einer Stadt.

Bekannterweise ist Paris in sieben verschiedene Stadtteile eingeteilt, die jeweils einen anderen Charakter besitzen. Beispielsweise Le Marais ist ein Viertel voller reicher Aristokraten, die die Revolution als schnell vergangen betrachten. Diese unterschiedlichen Bereiche laden dazu ein, die Atmosphäre genau zu beobachten, die sehr intensiv ist. In Sachen Open World setzt Ubisoft durch die Masse an NPC's durch das erdrückende Gefühl durch eine Horde wütender Bürger zu stampfen schon jetzt Maßstäbe. Wer Gameplayvideos als Blender abtut, liegt falsch, soviel Liebe zum Detail habe ich selten gesehen. Ebenfalls war ich verzückt, dass man in die Gebäude gehen konnte, ohne Ladezeiten. Und jedes Zimmer oder jede Wohnung hatte seinen eigenen Charme. Olivier sprach von 700! Wohnungen, die der Spieler betreten kann! Das entspricht ¼ der gesamten Gebäude im Spiel. Auch wenn die Stadt zum größten Teil frei vom Nachladen ist, so ist der Start der Missionen oder das Reisen zu anderen Gebieten eine mühselige Angelegenheit – denn gerade dort spürt man eine etwas längere Ladezeit. Für den Toilettengang sicherlich eine sinnvolle Option.

Arno Dorian ist nicht einfach zu spielen und das ist auch gut so. Denn die alten Teile glänzte dadurch, das man relativ einfach durch die Kämpfe gerutscht ist, bei Assassin's Creed Unity hingegen beißt man oft ins Gras, denn das Timing muss stimmen, man muss mehr auf die Gegner achten, denn Hinweise auf einen Konter gibt es nicht mehr. Auch der Freerun über die Dächer von Paris fühlt sich anspruchsvoller an, die Animationen wie Arno sich bei einem Sprung um die eigene Achse dreht, sind ansehnlich und motivieren zu waghalsigen Sprüngen.

Customize me

Endlich gibt es mehr Möglichkeiten seinen Charakter nach seinem eigenen Gusto zu kleiden. Dafür braucht man auch keinen Händler mehr. Im Hauptmenü findet man sich schnell zurecht und gelangt zum Ausrüstungsbereich, der natürlich auch etwas kostet. Nicht nur Geld, denn Unity hat noch weitere Zahlungssysteme eingeführt, die man beim Ende einer Mission bekommt oder als Belohnung für beispielsweise das Aufklären eines Mordes. Man könnte sagen, eine Art Erfahrungspunktesystem. Ich habe die Anzahl der Waffen oder die Kostüme nicht gezählt, war aber beeindruckt von der Menge der verschiedenen Ausrüstungsgegenstände, ob Kopf, Rumpf, Arme, Beine, Gürtel... alles ist dabei und alles kann auch farblich verändert werden. Allerdings nicht im Sinne von Schiebereglern für unterschiedliche Areale, sondern mit Farbpaletten, die schon vorgeneriert sind, dennoch unterschiedlich ausfallen und gekauft werden können.

Und selbst die Waffenwahl liegt mehr denn je in der Hand des Spielers. Möchtest Du der Schleicher sein, gibt Dir das Spiel neben der Auswahl der Waffe einige Fertigkeiten an die Hand, die Dich zu einem exzellenten Schleicher machen. Allerdings erschien mir die Menge an Skills relativ gering, wie es auch hier in dem Video zu sehen ist. Kombiniert werden soll das Ganze aber mit den verschiedenen Bekleidungen, die dem Spieler unterschiedliche Boni verleihen. Ob das System funktioniert und in eine gewisse Tiefe gehen wird, wird sich zeigen.

Missionen, Missionen

Euch wird nicht langweilig werden! Allein in Paris gibt es unzählige Missionen und Missionstypen, über Mordaufklärung á la Sherlock Holmes, bis hin zu den abwechslungsreichen Pariser Missionen, bei denen ihr wie gewohnt Attentate begehen müsst, diese aber oft in einer Ministory eingebettet sind. Aber – es ist wie eh und je die Frage inwieweit sich die Missionen in dem jeweiligen Missionstyp unterscheiden werden. Nehmen wir die Mordfälle: Wird jeder Mordfall nach dem selben Gusto ablaufen? Leiche, suche nach Hinweisen, Verdächtigen auswählen, fertig? Oder wird es in dieser Mission selber knackigere Rätsel geben? Denn auch hier könnte sich Monotonie breit machen.

Betreffende Gedächtnisabschnitte von Subjekt QuB3 werden geladen. Erinnerung wird initialisiert und stabilisiert. 

Ein Event, ein Koop-Partner und DeCeBel

Zuerst spielten wir den Koop von Assassin's Creed Unity. Wir fanden uns auf einem Dach wieder. Unsere Aufgabe war es, zwei Objekte zu untersuchen. Diese wurden natürlich von Soldaten bewacht. Wir entschieden uns zuerst über das Dach zu gehen, denn dies war kaum bewacht. Nur eine Wache stellte sich in unseren Weg. Mein Koop-Partner schaltete ihn aus. Der neuen Gameplay-Mechanik sei Dank waren wir noch nie so schnell zuvor wieder am Boden. Wir waren begeistert, wie flüssig das abläuft. Wir teilten uns auf und schlichen uns an das erste Objekt heran. Jedoch war ich leicht unachtsam und wurde entdeckt. Die Kampfsequenz wird ausgelöst. Und da fingen die Probleme erst richtig an. Das Kampfsystem wurde komplett überarbeitet. Alles kontern klappt nun nicht mehr so gut, wie ich es zuvor gewohnt war. Ich griff abwechselnd an, wich aus und versemmelte schlussendlich das Parieren. Nahezu tot entschloss ich mich für die Flucht, jedoch traf mich ein gut gezielter Schuss einer Wache. Ich war tot. Ich konnte auf die Reanimation von meinem Koop-Partner warten, jedoch entschloss ich mich zu Desynchronisieren, um somit schneller ins Spielgeschehen einzutauchen, denn mein Koop-Partner war zu weit entfernt. Ich sah mich jedoch wenig später erneut dem Tod entgegen. Ich musste schnell eines feststellen: Die in vorigen AC-Teilen erlernten Kampftechniken funktionieren nun nicht mehr. Ein Tod folgte dem anderen. Besonders demotivierend war es, wenn mich eine Wache mit einem finalen Move umbrachte und mir sein Schwert durch den Körper jagte.

Wir entschieden uns eine Pause einzulegen und genossen erneut die Vorzüge von Snacks und Bar. Gestärkt und wieder ermutigt durch die Ubisoft Mitarbeiter vor Ort machten wir uns erneut an einen Spielversuch.

Diesmal war es unsere Aufgabe, ein wichtiges Ziel ausfindig zu machen und es auszuschalten, auch dieses wurde natürlich wieder von dutzenden Soldaten bewacht. Nach einem kurzen Ausblick über die Stadt begeben wir uns in das Getümmel der Bevölkerung. Ich war erstaunt von der Menschenmasse. In den Trailern wirkte es bereits imposant, jedoch selbst durch die Massen schlendern zu können, ist einfach atemberaubend. Kurz geblendet von den neuen Möglichkeiten der Anvil Engine erinnerte mich mein Koop-Partner an unser eigentliches Ziel. Ich aktivierte das Adlerauge, machte unser Ziel ausfindig und beschloss in der Menschenmasse unterzutauchen, um ihn ungesehen ausschalten zu können. Jedoch übersah ich eine herannahende Wache, die mich enttarnte. Wieder zum Kampf gezwungen, beschloss ich die feindlichen Wachen zu ignorieren, direkt zum Ziel vorzupreschen und es auszuschalten. Ich sah dem Ziel ins Auge, jedoch war mein Koop-Partner schneller und schaltete das Ziel aus. Gemeinsam versuchten wir dann gegen die Soldaten anzukommen. Natürlich vergeblich. Es macht aber auch Spaß einfach abseits der eigentlichen Mission mit dem Koop-Partner Paris zu erkunden. Ich bin begeistert von der Grafik, der Atmosphäre und der liebevoll gestalteten Spielwelt.

Zu guter Letzt entschied ich mich kurz einen Abstecher in den Einzelspieler zu wagen. Auch hier entschloss ich mich, wie auch schon in Assassin's Creed Rogue, abseits der Missionen die Welt zu erkunden. Ich bin begeistert von der Weitsicht, der Größe der Stadt und von den wunderschönen, schnellen neuen Freerun-Animationen. Es ist einfach unfassbar wie schnell man auf ein Dach klettern und genauso schnell wieder den Boden unter den Füßen spüren kann. Ist das Dach schräg genug, rutscht Arno sogar das Dach herunter, wodurch ich noch schneller wieder unten bin . Dann beschloss ich auf ein höher gelegenes Dach zu klettern und einfach die Handlungen der Menschenmassen zu betrachten. Es ist interessant wie viele unterschiedlich handelnde NPCs es doch gibt. Auch eine Sightseeing-Tour lohnt sich. Notre Dame, Bastille oder das Palais de Justice sind enorm beeindruckende Gebäude, doch der ehemalige Tulerienpalast in Verbindung mit dem Louvre und dem anschließenden Park stellen einfach alles in den Schatten, dabei haben wir das Schloss Versailles noch gar nicht gesehen! 

Spule vor zu aktuellen Gedächtnisabschnitten... 

Der Leap of Faith...

Achtung: Spoilerwarnung! 

Mittlerweile steht Unity bereits seit mehr als zwei Wochen in den Regalen der Händler, ich bin aktuell in der 11. Sequenz und habe circa 30 Stunden Spielzeit, möglicherweise auch mehr. Ich wage mich daher vorsichtig an einen kleinen Ersteindruck. 

Nach dem Event wurde mir klar, dass Unity meinen Erwartungen nicht komplett entsprechen wird. Ich dämpfte diese also ein wenig ab, sah dem Release jedoch relativ beruhigt entgegen - ich wusste ja nun was auf mich zu kommen wird. Am Release-Tag war ich dann sogar noch überrascht, dass das Spiel besser lief als es noch auf dem Event der Fall war. Das war jedoch logisch, denn es gab auch einen Day-One-Patch, der einige Makel behoben hat. Ich persönlich kann den massiven Hass gegenüber Unity jedoch nicht ganz folgen. Natürlich läuft Unity alles andere als perfekt, aber es ist weit davon entfernt ein Desaster zu sein. Das liegt vermutlich auch an meiner persönlichen Einstellung, denn ich sehe keinen Sinn darin über Eventualitäten zu fantasieren und mich damit zu beschäftigen dem Publisher das Leben schwer zu machen. Ich nehme das Spiel so wie es derzeit nun einmal ist, gebe wenn nötig Feedback an Ubisoft weiter und genieße ein wunderschönes, detailverliebtes und wahrlich grandioses, wenn auch ziemlich kurzes Assassin's Creed. Denn abseits der technischen Probleme ist Unity nämlich genau das. 

Ich streifte also meine Kutte über und folgte der Story bis nach Paris. Ich war nun in Sequenz 3 und fühlte mich, als hätte ich den Zug verpasst. Innerhalb weniger Minuten starb der Vater von Arno, dann der Stiefvater und Elise wandte sich von Arno ab. Das ging mir viel zu schnell. Augenblicke später war ich ein Assassine, der seinen geliebten Vater rächen und den Mord des Stiefvaters aufklären, sowie die Gunst von Elise zurückgewinnen musste. Es wirkte als hätte ich wichtige Momente des Spiels verpasst. Das muss wohl an der neuen Helix-Technologie liegen, da werden die Informationen wohl ohne längere Umschweife knallhart serviert. Es brauchte jedoch nicht lange, bis ich mich der Geschwindigkeit der Story anpassen und direkt in den Assassinen-Express in Richtung Ende aufsteigen konnte. Augenblicke später war ich als Arno in der Bastille mit einem mir unbekannten Assassinen, der über mich mehr wusste als mir lieb ist. Wenig später gelangt Arno in die Freiheit von Paris und erlebt als Assassine seine Wiedergeburt. Arno trifft dort auf Elise und versucht ihr zu erklären was wirklich passierte. Ein Mord nach dem anderen stellte sich nur als ein winziger Schritt in Richtung Wahrheit heraus. Die Attentate warfen mehr Fragen für Arno auf, als das sie die eigentlichen Fragen beantworten würden. Dadurch erhielt er jedoch immer tiefergründigere Einblicke in die Intrigen des Templerordens. Der Tod des Stiefvaters war nur der Grundstein für eine noch viel größere Intrige. Ein neuer Großmeister beanspruchte den Templerorden für seine Machenschaften. Nun abger genug der Spoilerei. Erfüllt Unity meine Erwartungen? Ja und Nein. Es ist ein solides Assassin's Creed, bietet endlich wieder das Zugehörikeitsgefühl zur Bruderschaft, hat einen charmanten Hauptprotagonisten und liefert mit Paris das wohl atemberaubenste Setting seit AC2. Wie wir erfahren haben, hat eine Münze jedoch immer zwei Seiten, so auch Unity. Die technischen Probleme sind ärgerlich und dämpfen den Spielgenuss von Zeit zu Zeit. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass Ubisoft das bald in den Griff bekommen wird. Dass das Schloss Versailles nicht frei betretbar ist, ist jedoch unentschuldbar!

Assassin's Creed Unity ist bereits am 13. November 2014 für Xbox One, Playstation 4 und PC erschienen. Assassin's Creed Rogue erschien ebenfalls am 13. November 2014 für Xbox 360 und Playstation 3. 

Hinweis zur Nutzung der ANIMUS/HELIX-Technologie: Eventuell entstandene Nebenwirkungen, wie der Sicker-Effekt, können nicht zur Anzeige gebracht werden. Mit Lesen dieses Artikels stimmen Sie dieser Klausel automatisch zu. Ein Widerspruch wird an dieser Stelle nicht mehr gewährt. Geheimhaltungsklausel beachten!

Vielen Dank, dass Sie HELIX genutzt haben!
Laura Carter, Senior Marketing Manager HELIX, Abstergo Industries

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*Vielen Dank an UBISOFT für die Einladung zu dieser wundervollen Veranstaltung und natürlich für die Unterstützung mit Bildmaterial! :)  

 

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